Herzlich willkommen auf den Seiten der Freiwilligen Feuerwehr Lemgo

                            Lemgo Wappen    Feuerwehr
Impressum |  Datenschutz |  Kontakt |  Facebook |  RSS | 

Hier beginnt das Menü:

Kopf

Hier beginnt der Textbereich:

25. 01. 2019

Vorsicht beim Betreten von Eisflächen

Feuerwehrmann sägt mit Kettensäge ein Loch ins Eis

Feuerwehrmann sägt mit Kettensäge ein Loch ins Eis

Die ausgesägte Eisplatte wird unter das Eis geschoben

Die ausgesägte Eisplatte wird unter das Eis geschoben

Ein Taucher ist ins Wasser abgestiegen

Ein Taucher ist ins Wasser abgestiegen

Taucher taucht unter das Eis ab

Taucher taucht unter das Eis ab

Jedes Jahr, in der kalten Jahreszeit, wenn die Gewässer zufrieren können vor allem junge Menschen es kaum erwarten, auf einem zugefrorenen See in winterlicher Landschaft Schlittschuh zu laufen. Die winterlichen Seen-Landschaften verbergen unter der Schnee- und Eisdecke einige Risiken, die den Winterspaß deutlich trüben können. Eine geschlossene, tragende Eisdecke benötigt je nach Witterungsbedingungen und örtlichen Gegebenheiten mehrere Tage bis Wochen.

Fließende Gewässer frieren deutlich langsamer zu und tauen schneller wieder auf als stehende Gewässer. Die Eisdicke bei stehenden Gewässern ist nicht überall gleich stark. Faktoren wie ein- oder ausfließende Flüsse oder Bäche, Quellen, Gaseinschlüsse und Pflanzenbewuchs führen zu einer dünneren Eisschicht. Bei schneebedeckten Eisflächen ist die Eisdickenzunahme geringer, da der Schnee als Isolator wirkt und die kalte Luft von der Eisoberfläche abhält. Offizielle Stellen warnen immer wieder vor dem Betreten der noch nicht freigegebenen Eisflächen. Aufgestellte Verbotschilder an den Gewässern sind unbedingt zu beachten. Eine Eisfläche ist erst ab etwa 15 cm als tragfähig einzustufen. Vermeiden Sie es alleine Schlittschuh zu laufen. Sollte etwas passieren dauert es entsprechend lange, bis Hilfe angefordert und an der Unfallstelle eintrifft.

Verlassen Sie Eis sofort bei Anzeichen, dass es Brechen könnte. Knacken und Knirschen sind sichere Indikatoren, dass die Tragfähigkeit nicht ausreichend ist. Die sicherste Möglichkeit die Eisfläche zu verlassen ist sich mit dem Bauch auf das Eis zulegen, um das Körpergewicht möglichst großflächig zu verteilen und dann zum nächstgelegenen Ufer zu robben.

Selbstrettung

Sind Sie selber in das Eis eingebrochen können Sie sich mit geeigneten Maßnahmen selber retten. Die allerwichtigste Grundregel lautet Ruhe bewahren und schnell und umsichtig handeln. Die Kälte des Wassers entzieht dem Körper sehr schnell große Mengen Wärme, so dass bereits nach kurzer Zeit eine Handlungsunfähigkeit eintritt. Am Land befindende Personen sind durch rufen und Gesten auf die Situation aufmerksam zumachen. Je nach Beschaffenheit des Eises bieten sich zwei Möglichkeiten der Selbstrettung. Ist das Eis halbwegs tragfähig, versuchen sie sich flach auf das Eis zu schieben und bewegen sich in Bauchlage zum Ufer hin. Ist die Stabilität des Eis nicht ausreichend, kann es mit den Fäusten oder dem Ellbogen stückweise zerbrochen werden, als Wegrichtung ist immer die zum nächstgelegenen Ufer zu wählen. Ist die Selbstrettung nicht möglich, keine unnötigen Bewegungen ausführen, da diese dem Körper zusätzlich Wärme entziehen.

Rettung eingebrochener Personen

Sollten Sie beobachten wie eine andere Person in das Eis einbricht kommt es auf schnelles und umsichtiges Handeln an. Über die Notrufnummer 112 ist ein Notruf abzusetzen um möglichst schnell professionelle Hilfe an den Unfallort zu bekommen. Signalisieren Sie der eingebrochenen Person das Hilfe angefordert wurde. Bis zum Eintreffen der Helfer können Passanten die eingebrochene Person unterstützen. Es ist jedoch zu bedenken, dass die Tragfähigkeit der Eisdecke nicht mehr ausreichend ist und nicht einfach betreten werden kann. Als Passant können Sie dem Verunglückten Hilfsmittel wie Äste, Strauchwerk, Teile von Holzzäunen, Auto-Abschleppseil, Hundeleine, Bretter, Stangen im Grundsatz jegliche schwimmende Gegenstände zuwerfen, anreichen, herüberschieben. Der eingebrochenen Person sollte niemals direkt die Hand gereicht werden, sondern immer einen Gegenstand, der notfalls losgelassen werden kann. Konnte sich die eingebrochene Person bis zum Eintreffen der Rettungskräfte nicht an der Oberfläche halten, ist eine genaue Positionsangabe an die eintreffenden Rettungskräfte erforderlich. Hilfreich für eine Positionsangabe sind Ufermerkmale am gegenüberliegenden Ufer.

Kommt es an den lippischen Gewässern zu einem Unfall bei dem eine Person in das Eis eingebrochen ist wird zusätzlich zum Rettungsdienst und der örtlichen Feuerwehr die Tauchergruppe der Feuerwehr Lemgo alarmiert. Die Ausrüstung ist geeignet brüchige Eisdecken zu betreten und die eingebrochene Person zu retten. Konnte sich die Person bis zum Eintreffen der ersten Retter nicht an der Wasseroberfläche halten, suchen Taucher die Person unter der Eisdecke.


Hier beginnt der Textbereich der rechten Spalte: