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Zubringerspritze der Dorfschaft Lieme aus dem Jahr 1883

Restaurierte Zubringerspritze der Dorfschaft Lieme
Restaurierte Zubringerspritze der Dorfschaft Lieme

Nachdem in der Dorfschaft Lieme eine Landfeuerspritze mit einem Druckabgang und einem kleinen Wassertank über Jahrzehnte im Einsatz war, und die Bürger der Dorfschaft im Brandfall Eimerketten bilden mussten, wurde im Jahre 1872 bei der hochfürstlichen Regierung des Landes Lippe die Aufstellung eines Zubringers im Dorf Lieme beantragt, um damit auf Eimerketten von der Bega bis ins Dorf zu verzichten.
Am 8.10.1872 wurden eine Zubringerspritze von der Regierung bei der Firma Beduwe in Aachen, ein Schlauchwagen beim Fabrikanten Kratz in Stuttgart und Transportschläuche bei den Gebrüdern Burbach & Cop. in Gohta bestellt.

Der Regierungsbaurat Overbeck aus Lemgo attestierte der Firma Beduwe die Zufriedenheit, da bereits einige dieser Spritzen in Lippe im Einsatz waren.

Auszug aus dem Schreiben des Regierungsbaurats Overbeck
Auszug aus dem Schreiben des Regierungsbaurats Overbeck

Der Zubringer wurde bereits im Oktober des Jahres geliefert. Zunächst wurde er bei der Freiwilligen Feuerwehr in Detmold untergestellt und überprüft. Über die Unterbringung des Zubringers mit dem Schlauchwagen wurden sich Gedanken gemacht und man war zu der Erkenntnis gekommen, dass genügend Platz im Spritzenhaus war. Man konnte die Spritze und den Zubringer ohne Deichsel hintereinander stellen und der Ab- und Anbau der Deichsel war problemlos zu bewerkstelligen. Damit war die Unterbringung geklärt.

Die Beduwe-Spritze war ein Wasserzubringer. Dieser Wasserzubringer war ein zum Speisen der Feuerspritzen durch vielseitiges Proben bewährtes System und leistete ungleich mehr, als irgend eine derartige, bisheran gebräuchliche Maschine.

Historischer Prospekt des Spritzenherstellers Beduwe
Historischer Prospekt des Spritzenherstellers Beduwe

Im November 1924 wurde nach dem Brand des Leibzuchtgebäudes Führing festgestellt, dass sich der Zubringer in einem unbrauchbaren Zustand befand. Anschließend wurde der Zubringer durch die Berufsfeuerwehr Bielefeld repariert und durch den Oberbrandmeister Ritter wieder abgenommen.

Im Jahre 1927 wurde die Landfeuerspritze der Dorfschaft Lieme außer Dienst gestellt. Als Ersatz wurde vom Oberbrandmeister Ritter die Saug- und Druckspritze aus Lemgo übergeben. Diese war in Lemgo nicht mehr von Nöten, da in Lemgo eine Automobilmotorspritze angeschafft wurde.

Im Jahre 1942 hatten die beiden Zubringer- und Handdruckspritze dann ausgedient und die Motorisierung hielt auch in Lieme mit Anschaffung einer Tragkraftspritze ihren Einzug.

In den 70er Jahren stand die alte Zubringerspritze auf dem Flachdach der Gaststätte „Rogge“ an der Bielefelder Straße. Danach wurde die Spritze durch die Löschgruppe Lieme wieder übernommen und die Restaurierung der Spritze geplant.

Im Jahre 2005 wurde die Spritze nach Vorarbeit der Löschgruppe durch Ulrich Scheer an die Ehrenabteilung der Feuerwehr Lemgo übergeben. Diese bauten die komplette Handdruckspritze auseinander und restaurierten die Pumpe, Räder und die gesammte Technik. Diese Arbeiten übernahmen Horst Kelle, Günther Schröder, Heinz Gröne und Hans Diekmeier.

Der Feuerwehrhistoriker Siegfried Tilker aus Wendlinghausen stellte der Feuerwehr eine umfangreiche Dokumentation über die Zubringerspritze zur Verfügung. Im Deutschen Feuerwehrmuseum in Fulda steht eine baugleiche Zubringerspritze.

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